Freitag, 15. August 2014

Neuer Fußballschuh gesucht (und gefunden)!

Mehr als einen Monat dürfen wir Deutschen uns nun schon mit dem Titel Weltmeister schmücken. Ein tolles Gefühl, das mir noch immer ein großes Lächeln ins Gesicht zaubert, zumal ich vier der sieben Deutschland-Spiele bei der Fußball WM in Brasilien im Stadion mitverfolgen durfte.


Seitdem ist bei mir auch die Lust am aktiven Fußball spielen wieder gewachsen, sodass ich bei einem Heimatbesuch in der vergangenen Woche mit ein paar guten Freunden auf dem örtlichen Fußballplatz ein paar Flankenbälle schlug und ordentlich aufs Tor bolzte. Das Problem dabei war allerdings, dass ich auf Grund des spontanen Kicks weder Fußballschuh am Fuß noch Trainingsoutfit parat hatte und improvisieren musste.

Anstatt hilfreichen Nocken nahm ich die Herausforderung an, mit meinen Laufschuhen zu spielen, was nicht wirklich von Vorteil war. Immerhin bestand das Bolzen vermehrt aus Standfußball, dem Ball hinterherlaufen und sich im Tor gegen 14 Bälle zu behaupten. Der gute alte adidas Kaiser wäre hier sicherlich sehr hilfreich gewesen, aber egal. "Hätte, hätte Fahrradkette", oder wie heißt es doch so schön?

Um demnächst nicht wieder auf dem Rasen rumrutschen zu müssen und die anhaltende Euphorie der Weltmeisterschaft in aktives Kicken mit passabler Ausrüstung umzuwandeln bin ich zur Zeit durchaus gewillt, mir ein neues Paar Fußballschuhe anzulegen. Egal, ob Nike, Puma oder eine Billigmarke - einen wirklichen Favoriten habe ich nicht und der Kauf meiner letzten Schuhe war noch zu Studienzeiten.

Quelle: sportscheck.de
Also entschloss ich mich dazu, erstmal ein bisschen zu recherchieren und wie so oft bin ich bei den Big Playern des Sportmarktes im Internet hängen geblieben. Einer davon ist SportScheck, der mich bereits seit meiner Kindheit begleitet und es mir im Internetzeitalter ermöglicht, Sportartikel zu durchstöbern, ohne auch nur einen Fuß vor die Tür setzen zu müssen. Das Multichannel Unternehmen bietet zudem eine sehr breite Sortimentsauswahl an Fußballschuhen, obgleich die Standardmarken adidas, Nike und Puma im Fokus stehen, was nicht immer vorteilhaft ist.

Die Darstellung des jeweiligen Fußballschuhs in der 360°-Ansicht bei SportScheck gefällt mir dafür umso besser und ist äußerst hilfreich bei der Auswahl des "passenden" Schuhs. Ein Blick auf die Sohle zeigt, ob die Treter für den Kunstrasen, die Halle oder die gängigen Fußballplätze geeignet sind. Wäre ja gelacht, wenn ich beim nächsten Besuch in meiner Heimat und beim Kicken mit den Freunden wieder in Laufschuhen gegen den Ball treten müsste, auch wenn ich dann keine Ausrede mehr hätte, wenn der Ball nicht dahin geht, wo ich ihn gerne hätte.

Ach übrigens... Dank dem überaus hilfreichen Filter auf sportscheck.de, der oben links im Artikel zu sehen ist, bin ich nach meiner eingeschränkten Auswahl doch tatsächlich auf das Modell gestoßen, mit dem ich schon einige Jahre zuvor äußerst zufrieden war, nämlich dem Kaiser von adidas. SportScheck scheint also zu wissen, was gut für mich ist und zu mir passt, weshalb man mit der Webseite definitiv den richtigen Fußballschuh finden kann.

Sonntag, 20. Juli 2014

Unser Weg zum WM-Titel als Cartoon

Seit einer Woche dürfen wir stolz in die Welt hinaus posaunen, dass wir Weltmeister sind. Dass sich nicht jeder über den längst überfälligen Titel freute beziehungsweise den Feierlichkeiten ein abruptes Ende setzen wollte, spiegelte sich in den schwachsinnigen Diskussionen über #Gauchogate wider.

Weltmeister sind wir aber dennoch und die Freude ist auch sieben Tage nach dem gewonnenen WM-Finale gegen Argentininen schier grenzenlos. Umso schöner, wenn zahlreiche Rückblicke auf die Weltmeisterschaft in Brasilien stets alles dafür tun, um das erfolgreiche Turnier weiterhin in Erinnerung zu behalten. Einer davon hat mir besonders gut gefallen, weshalb ich mich gezwungen sehe, diesen mit Euch zu teilen. Viel Spaß beim Anschauen!

Mittwoch, 16. Juli 2014

WM-Party durch rassistische Äußerungen versaut

In den vergangenen Wochen war es sehr still in meinem Blog. Der Grund dafür war eine Rucksacktour durch Brasilien, bei der die Fußball Weltmeisterschaft keine unwesentliche Rolle spielte. Dass die gut vier Wochen phänomenal waren, möchte ich in diesem Beitrag nicht weiter erläutern, da es mir heute um ein ganz anderes Thema geht.


So richtete mir am Anfang dieser Woche mein Freund Simon aus München nicht nur die allerbesten Glückwünsche zum Gewinn der Weltmeisterschaft aus, sondern teilte mir zugleich ein eher unschönes Erlebnis mit. Beim Public-Viewing des Finales Deutschland gegen Argentinien musste er sich während des Spiels ungewollt zahlreiche unschöne Kommentare anhören, die ihm jeglichen Spaß an einer für ihn bis dato wunderschönen Weltmeisterschaft genommen hatten.

Einen Auszug aus seiner Mail möchte ich Euch daher nicht vorenthalten:
Weswegen ich schreibe ist leider nicht so geil und hat mir gestern schon ziemlich die Stimmung versaut:
Und zwar sind wir in den Hirschgarten gegangen, um mit einigen tausend Deutschland-Fans das Spiel und den Titel zu feiern. Wir haben uns einen sehr coolen Platz mit perfekter Sicht herausgesucht. Somit beste Vorraussetzungen für einen gelungen Fussi-Abend.
Auf einmal stellen sich 3 Typen in Lederbuchse und Deutschlandshirt direkt neben uns. Ist ja nicht schlimm. Haben kurz gequatscht und schon beim zweiten Satz herausgefunden, dass es sau dämliche Nazis aus Graz (Österreich) sind. Somit war unsere Kommunikation mit den Typen schlagartig auf 0.
Als die Hymne gespielt wird, singen sie die Strophe "Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt, …“. Da war ich schon fassungslos und hatte keinen Bock selbst mitzusingen :(
Spiel geht los und die Jungs beschimpfen die Argentinier in einer Tour mit „Du scheiß Nutte, du Hure,…“. Dämlich, aber man kann es ja noch einigermaßen ignorieren. Nach einer halben Stunde war es mir dann echt zu blöd und wir haben den Stehplatz gewechselt, als die Typen voll bis oben hin gegen Farbige losledern und mit einem Palästinenser, der zufällig daneben steht, inbrünstig „Viva Palästina“ schreien :(
Das ganze hat mich echt schockiert und heruntergezogen. Erstens, dass es solch dämliche Menschen hier auf dem Planeten gibt. Und zweitens, dass es ja auch hier Gäste/Touristen gibt, denen ein krasses Bild vermittelt wird von den Deutschen!
Ich hatte echt bis fast zum Ende der zweiten Halbzeit daran zu knabbern. Da die Jungs auch voll bis unter die Hutschnur waren, habe ich nichts gesagt. Die haben auch nur nach einem Grund gesucht, um Krawall anzufangen…
Was meinst du dazu? Hoffentlich war die Stimmung bei euch besser und ihr konntet ausgelassener den Titel feiern!
Obwohl ich seit dem goldenen Tor von Mario Götze und dem damit besiegelten WM-Titel ein Dauergrinsen im Gesicht habe, so verpuffte dieses nach dem Lesen der E-Mail binnen kürzester Zeit. Es ist schon traurig, dass Personen mit solch einer Meinung hausieren gehen und anderen damit die Stimmung verderben.

Ob die geschilderten Aussagen auf einer nicht vorhandenen Intelligenz der beiden Grazer basieren oder die Aussagen tatsächlich die Einstellung der beiden repräsentieren, steht außer Frage. Für mich haben solche Äußerungen einfach nichts bei einem internationalen Event oder irgendeiner anderen Veranstaltung, wie es die Weltmeisterschaft nun mal ist, zu suchen - oder was denkt Ihr darüber?

Dienstag, 10. Juni 2014

Ab nach Brasilien - Reiseberichte von der WM bei rucksacktraeger.com

In zwei Tagen beginnt das Ereignis, auf das alle Fußballfans seit fast vier Jahren hingefiebert haben, die Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien. Wie auch schon 2010 in Südafrika habe ich das große Glück auch beim Turnier in diesem Jahr mit dabei zu sein, um die deutsche Nationalmannschaft anzufeuern.

Dank des Losglücks im Ticketausgabeverfahren der FIFA haben zwei meiner Freunde und ich Tickets für die drei Vorrundenspiele unserer DFB-Elf bekommen. Mit Portugal, Ghana und den USA dürfen wir uns zudem über drei überaus attraktive Gegner freuen. Die Vorfreude ist ungebrochen und ich freue mich schon sehr auf den morgigen Abflug nach Sao Paulo.

Doch anders als 2010, wo ich auf Sport mal anders einige Artikel zur WM veröffentlichte, wird in diesem Jahr der Fokus auf meinem Reiseblog rucksacktraeger.com liegen. Also werft doch mal einen Blick darauf und freut Euch auf den ein oder anderen (hoffentlich) ereignisreichen Blogpost aus dem fünftgrößten Land der Erde.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Das große B&B WM-Tippspiel. Gewinne mit Super-Costa Super-Preise.

Du kannst von Fußball einfach nicht genug bekommen und fieberst der WM entgegen? Dann geht es dir wie Costa Rica, den das Fußballfieber längst gepackt hat.

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Freitag, 25. April 2014

Lasst die Panikmache beginnen

Es sind nur noch 48 Tage bis zur WM in Brasilien. Momentan scheint es fast so, als würden die Medien weitaus Wichtigeres zu tun haben, als erste Panikattacken bei den Fußballfans gezielt hervorzurufen. Denn eigentlich machen sie genau dies vor dem Beginn sportlicher Großveranstaltungen, weshalb ich diesbezüglich gerne einen kleinen Rückblick wagen möchte.

WM 2006: Die bösen Kroaten kommen 

Bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land vor acht Jahren gastierten die Kroaten vor und zwischen den Vorrundenspielen in meinem kleinen, aber wunderschönen, Heimatort Bad Brückenau. Für die Stadt selbst eigentlich ein Riesengewinn, wären da nicht diverse Fehlkalkulationen gewesen, die man sich vom Besuch der Kroaten versprochen hatte.

Zudem geisterten schon lange vor dem Beginn der WM Gerüchte über die ach so bösen Kroaten umher. In der Lokalpresse war von üblen Schlägereien bis hin zu potenziellen Vergewaltigungen zu lesen, welche auf die bayerische Badestadt zukommen könnten. Die anfängliche Euphorie der Unterfranken wurde durch die negative Berichterstattung frühzeitig gebremst.

Schade eigentlich, denn im Nachhinein stellte sich heraus, dass die wenigen Gäste aus Kroatien nicht friedlicher und freundlicher hätten sein können. Sofern während des Turniers doch mal ein Blumentopf in der Altstadt zu Bruch ging, lag die Schuld zumeist bei den betrunkenen Einheimischen.

WM 2010: Die Gewalt regiert in Südafrika

Auch Südafrika kam 2010 in den überregionalen Medien nicht wirklich gut davon. Hier war im Vorhinein nicht etwa die Rede von wüsten Kneipenschlägereien. Vielmehr drehten sich die Schlagzeilen gleich um die Themen Mord und Totschlag. Meine Oma veranlassten solche Meldungen gar dazu, sich große Sorgen hinsichtlich meines bevorstehenden Südafrika-Aufenthaltes zu machen und sich die Frage zu stellen, warum ihr Enkelsohn sich freiwillig einer solchen Gefahr aussetzen würde.

Das Regenbogenland wurde zum Scheitern verurteilt, noch bevor die Schiedsrichter auch nur ein Spiel angepfiffen hatten. Zugegeben ist Südafrika ein extrem gefährliches Reiseziel. Sofern man sich aber an bestimmte Regeln hält, ist die Wahrscheinlichkeit, dass einem etwas zustößt eher gering. In drei Worten zusammengefasst würde ich die Südafrikaner rückblickend wie folgt beschreiben: Gastgeberfreundlich, fanatisch, dankbar.

Bitter auch hier, dass einzelne Nachrichtenportale durch die Verbreitung verheerender Berichte vor der WM zahlreiche Fußballfans abgeschreckt hatten und diese somit indirekt zum Verbleib im sicheren Deutschland zwangen, anstatt die erste Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent mit den Einheimischen zu genießen und Freude zu verbreiten.

WM 2014: Was erwartet uns Schreckliches in Brasilien? 

Bisher hielten sich die negativen Berichterstattungen zu Brasilien noch in Grenzen. Doch je näher das Eröffnungsspiel am 12. Juni rückt, umso mehr negative Inhalte wird es in den kommenden Wochen zu Brasilien und seinen Bewohnern geben.

Mit dem tödlichen Dengue-Fieber und den zahlreichen Streiks, bei denen mehrere Menschen ums Leben kamen, wurde der Grundstein für die Panikmache bereits gelegt. Bleibt nur noch abzuwarten, wann dann noch die tückischen Kinderbanden von Rio de Janeiro oder die mörderischen Haie von Recife ins Spiel gebracht werden.

Mein Appell an die Medien: Macht die Weltmeisterschaft doch bitte nicht schon kaputt, bevor sie begonnen hat. Wie wäre es mit ein bisschen mehr Euphorie?

Freitag, 11. April 2014

Warm-Up aus der Sicht eines NBA-Superstars

Einen kurzen Einblick in die Welt eines NBA-Profis vor dem Tip-Off gaben Anfang des Jahres die Sacramento Kings. Dabei griffen die Basketballstars Derrick Williams, Jason Thompson, Rudy Gay und Stadionsprecher Scott Moak auf die umstrittene Brille Google Glass zurück.

Das Video ist zwar kein wirklicher Brecher. Man kann man es sich aber durchaus mal anschauen und sich zumindest für ein paar Sekunden wie ein richtiger Basketballstar fühlen.

Dienstag, 8. April 2014

Testbericht zum Reebok ZQuick TR

Vor ein paar Tagen wurde ich dazu eingeladen, den Trainingsschuh Reebok ZQuick TR zu testen. Das freute mich sehr, zumal ich während meiner Studienzeit beim Sportartikelhersteller New Balance arbeitete und zu einem wahren Experten für Lauf- und Trainingsschuhe mutierte. Da mein Schuhschrank noch immer mit Schuhen von New Balance überquillt, kam mir das Testmodell aus dem Hause Reebok als gute Alternative ganz gelegen.

Ziemlich schicker "Rennschuh" 

Mein Testmodell von Reebok
Natürlich ist mir klar, dass die Funktion und die Passform bei einem Trainingsschuh oberste Priorität haben sollten. Doch ich muss schon sagen, dass mir der Reebok ZQuick TR auch äußerlich extrem gut gefällt, was nicht nur an den zur Auswahl stehenden Farbvariationen liegt, sondern dem schnittigen Design, welches mich auf den ersten Blick an den Nike Free erinnerte.

Eine Besonderheit bei der Reebok ZSERIES ist es, dass die Modelle von Z-Reifen inspiriert wurden, welche in der Regel für Fahrzeuge konzipiert werden, die Geschwindigkeiten von über 240 Stundenkilometern Stand halten müssen. Das spezielle Profil für eine maximale Bodenhaftung wurde somit bei den Schuhen übernommen - und zwar mit Erfolg, denn die Treter sind extrem griffig, auch auf feuchtem Untergrund.

Passform und Eigenschaften des Schuhs

Besonders gut finde ich neben dem geringen Gewicht des Schuhs die Passform. So hatte ich beim Einsteigen, also dem so genannten "First Fit" sofort ein sehr gutes Gefühl im Fuß. Für mich definitiv das wichtigste Kriterium beim Kauf von Sportschuhen, auch wenn es sich in meinem Fall nur um einen Produkttest handelte. Trotzdem Daumen hoch dafür!

Das Highlight der Z-Series sind sicherlich die Flexkerben, die sich beim Auftreten natürlich ausdehnen und dadurch mehr Flexibilität verleihen. Auch das atmungsaktive Material spricht für sich, obwohl ich am Zweifeln bin, ob der Schuh den Fuß bei Regenwetter tatsächlich trocken hält. Doch dies werde ich erst feststellen können, wenn das momentane Frühlingswetter wieder umschlägt.

Vor meinem abschließenden Fazit solltet Ihr Euch das gesponserte Video zu Gemüte führen...


Last but not least - mein Fazit

Bei meinem bisherigen Test habe ich den ZQuick TR sowohl im Fitnessstudio als auch beim Lauftraining getragen. Für Übungen im Fitnessstudio, welche schnelle Bewegungen (z. B. Seilspringen, Sidesteps) voraussetzen, ist der Schuh absolut geeignet. Hierbei stechen vor allem das griffige Profil, ein angenehmer Tragekomfort und die Dynamik des Schuhs hervor.

Für das Lauftraining, insbesondere bei längeren Strecken auf Asphalt, ist die ZSERIES zwar eine gute Alternative für zwischendurch, kann meine bisherigen Laufschuhe auf Grund deren Beschaffenheit und Abrollverhalten dann aber doch nicht komplett ersetzen. Für kürzere Läufe mit einzelnen Sprintintervallen und Sprungkraftübungen glänzt das Modell von Reebok hingegen.

Kurz und knackig zusammengefasst lautet mein Fazit: Absolut genialer Trainingsschuh, der durch Komfort, Leichtigkeit und Dynamik besticht, einen speziellen Laufschuh bei längeren Etappen dann aber doch nicht gänzlich ersetzen kann.




Donnerstag, 20. März 2014

Ein paar O-Töne von mir in der Sportnetzschau

In der vergangenen Woche habe ich mich mit einem Sportschau-Journalisten näher über prominente Sportler und ihr Verhalten im Social Web ausgetauscht. Das Ergebnis wurde heute in der Sportnetzschau auf sportschau.de veröffentlicht. 

Mit einem Klick auf den folgenden Screenshot könnt Ihr Euch meinen kurz und knackigen Beitrag zur aktuellen Ausgabe anschauen. 


Freitag, 14. März 2014

Ein paar Gedanken zum (ge)Fall(enen) Uli Hoeneß

Beim FC Bayern München findet momentan das pure Kontrastprogramm statt. Während die Mannschaft um Kapitän Philipp Lahm seit Monaten Fußball wie von einem anderen Stern spielt, durchlebt Uli Hoeneß, der Vater des Erfolges, privat wohl die schwerste Zeit seines Lebens. Denn gestern wurde die vielleicht wichtigste Persönlichkeit in der Geschichte der Rot-Weißen wegen Steuerhinterziehung zu 3 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt.

Für mich persönlich, also aus Sicht eines langjährigen Bayern-Fans, hatte Uli Hoeneß in den vergangenen Jahren eine absolute Vorbildfunktion. Was er anpackte wurde zu Gold und wo er reingrätschte, ging er stets als Gewinner hervor, auch wenn er mit seinen Meinungen bei vielen Fußballfans und Kollegen böse aneckte. Seine Arbeit als Funktionär spiegelte sich in den Erfolgen des FC Bayerns wider.

Auch als erstmals die Meldung ans Tageslicht kam, Uli Hoeneß habe Steuern hinterzogen und sich selbst angezeigt, fing das Denkmal nicht an zu bröckeln. Ganz im Gegenteil, denn ein weiteres Mal wusste ich die Ehrlichkeit des Bayern-Präsidenten zu schätzen. Doch mit dem Beginn des Gerichtsverfahrens am Anfang der laufenden Woche und der Veröffentlichung der Steuerschulden von mehr als 27 Millionen Euro, machte sich in mir große Enttäuschung breit.

Bis zur Verkündung des Urteils am gestrigen Donnerstag hatte ich noch auf eine milde Strafe, wenn nicht sogar Freispruch gehofft, was auf Grund der Höhe der hinterzogenen Steuern eigentlich absolut utopisch gewesen ist. Das Problem dabei war, dass ich Hoeneß, dem jeder Fan zu Dank für die hervorragende Arbeit der letzten Jahrzehnte verpflichtet ist, noch immer mit der Bayern-Brille betrachtete und eben nicht als Normalsterblichen. Daher hatte ich auch weiterhin das Verlangen, voll und ganz hinter Hoeness zu stehen, was mich dazu veranlasste, folgenden Tweet zu senden, der nicht überall positiven Anklang fand:


Wenig später wurde mir bewusst, dass die Thematik rund um Uli Hoeness nicht polarisierender hätte sein können. Wie auch in der Fußball-Bundesliga gab es die Fans des FC Bayern und diejenigen, die den deutschen Rekordmeister abgöttisch hassen. Im Fall Hoeness verhielt es sich genauso, nur dass die Brisanz eine weitaus größere war.

Die passenden Worte zur explosiven Stimmung zwischen den beiden Lagern fand der ehemalige Nationalspieler Christoph Metzelder, der immerhin versuchte, die erhitzte Twittergemeinde, mit wenigen (klugen) Worten zu beruhigen.


Aus neutraler Sicht bin ich mittlerweile zu der Einsicht gekommen, dass das ausgesprochene Urteil absolut gerechtfertigt ist. Aus der Fanperspektive vermischt sich hingegen die Enttäuschung über das naive Handeln von Uli Hoeneß mit einer gehörigen Portion Ungewissheit. Schließlich steht in den Sternen, wie es mit dem Verein und insbesondere der Führungsetage in naher Zukunft weitergehen wird. 

Dass ich Uli Hoeneß weiterhin den Rücken stärken werde, steht völlig außer Frage. Fakt ist, dass das, was der Rekordmeister Hoeneß zu verdanken hat, unbezahlbar ist. Und so freue ich mich schon jetzt auf den Hohn und Spott, den ich mir in der kommenden Woche im Auswärtsblock zusammen mit vielen anderen FCB-Anhängern beim FSV Mainz 05 anhören darf. Denn gerade jetzt zählt "Mia san mia" und "Pack ma´s" mehr denn je.

Donnerstag, 6. März 2014

Neymar und der Mini-Flitzer aus Südafrika

Im FNB Stadium in Johannesburg fand gestern das Spiel der Bafana Bafana gegen den Gastgeber der diesjährigen Fußball Weltmeisterschaft, nämlich Brasilien, statt. Nicht etwa das 5:0 des Favoriten aus Südamerika oder die drei Tore von Superstar Neymar waren das Highlight des Abends.

Vielmehr stand ein Flitzer in Form eines kleinen Jungen im Mittelpunkt, der sich nach dem Abpfiff auf das Spiel wagte und kurzerhand selbst zum Star avancierte. Aber seht selbst ...

Freitag, 14. Februar 2014

Happy Valentine´s Day!

Köstliches Liebeslied, das zwar bereits vor vier Jahren online gestellt wurde, allerdings bestens zum heutigen Valentinstag passt. Vorgetragen wird das durchaus romantische Ständchen von einigen Hooligans, die ausnahmsweise mal ihre weiche Seite zum Ausdruck bringen.

Viel Spaß mit der etwas anderen Interpretation von Savage Gardens "Truly, Madly, Deeply".

Samstag, 25. Januar 2014

Interview über den Handball und das Social Web

Der heutige Beitrag dient dazu, ein bisschen Werbung in eigener Sache zu betreiben, denn... Passend zur laufenden Handball Europameisterschaft in Dänemark habe ich mich in der laufenden Woche mit Julian Grandke über die Vermarktung des deutschen Handballs hinsichtlich der Nutzung von sozialen Medien unterhalten.

Im Großen und Ganzen geht es im Interview um den aktuellen Stellenwert und die Reichweite des deutschen Handballsports, die Präsenz der Bundesligisten im Social Web sowie die allgemeinen Vermarktungsstrategien mit Hilfe von Facebook und Co. Ohne allzu viel vorweg nehmen zu wollen, möchte ich Euch bei näherem Interesse den folgenden Link ans Herz legen, wo Ihr das gesamte Interview findet:

Mittwoch, 22. Januar 2014

Keifer Sykes dunkt sich zum YouTube-Star

Der amerikanische Student Keifer Sykes wurde nicht wirklich mit einem Gardemaß für einen Basketballer gesegnet. Doch, was dem 1,80 Meter kleinen Spieler der Green Bay Athletics an Körpergröße fehlt, gleicht er durch seine Sprungkraft aus, wie das folgende Video eindrucksvoll beweist.


Mich erinnert der obige Ausschnitt an einen gewissen Spud Webb, der beim Slam Dunk-Contest 1986 seine NBA-Kollegen in den Schatten stellte. Das Kuriose dabei war, dass Webb nochmals 12 Zentimeter kleiner ist als das zur Zeit gefeierte Sprungwunder Keifer Sykes.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Spektakuläres Surfvideo aus Sicht einer Drohne

Bei kaum einer Sportart gibt es ein so enges Verhältnis zur Natur wie beim Surfen. Immer wieder ein absoluter Augenschmaus, was unter anderem auch an den exotischen Orten und den stets durchtrainierten Surfern liegt.

Ein völlig neuer und überaus beeindruckender Blickwinkel vom Surfen wurde auf thenextweb.com veröffentlicht. So griff Fotograf Eric Sterman beim Produzieren eines Surfvideos am Spot Banzai Pipeline (Hawaii) nicht etwa auf die gewöhnlichen Kameras zurück, sondern bediente sich an einer GoPro sowie einer Drohne.

Heraus kam ein  phänomenales Video, welches bisher sicherlich einzigartig ist, zumindest was den Einsatz einer Drohne betrifft. Aber seht selbst...

Pipeline Winter 2013 from Eric Sterman on Vimeo.

Samstag, 4. Januar 2014

Handball-Bundesliga: THW Kiel auch auf Facebook meisterlich

In regelmäßigen Abständen werden Infografiken über die europäischen und deutschen Fußballvereine mit den meisten Facebook-Fans veröffentlicht. Diese sind zwar nett anzuschauen, allerdings besteht die Welt des Sports nicht nur aus Fußball. Daher habe ich mir, getrieben aus eigenem Interesse, die Mühe gemacht, eine Tabelle der Handball-Bundesliga zu erstellen, wobei sich diese nicht an den gewonnen Spielen der laufenden Saison orientiert, sondern an der Anzahl der Fans auf Facebook.

Ähnlich wie auch in der aktuellen Tabelle der Handball-Bundesliga finden sich der THW Kiel, der HSV Handball, die Rhein-Neckar Löwen, die SG Flensburg-Handewitt sowie die Füchse aus Berlin im oberen Tabellendrittel wieder. Spannender als in der realen Bundesliga geht es dabei im Kampf um die Meisterschaft zur Sache. So ist der HSV Handball dem Serienmeister aus Kiel dicht auf den Fersen und hat lediglich 901 Fans Rückstand. Das gesamte Ranking sieht wie folgt aus:


Unter die 18 beliebtesten Handballmannschaften auf Facebook haben es mit dem TV Großwallstadt und dem TV Bittenfeld (gelbe Schrift) gar zwei Zweitligisten geschafft. Den Aufstieg aus der virtuellen 2. Liga in die höchste Spielklasse würden der HC Erlangen (4.296), die TuS Nettelstedt-Lübbecke (3.859) und der SC DHFK Leipzig (3.607) forcieren. Übrigens: Mit 3.493 Fans auf Facebook ist der TV Emsdetten auf dem letzten Rang der aktuellen Erstligisten und im gesamten Ranking der 36 Vereine auf einem 22. Platz anzutreffen.

Bei der obigen Tabelle wurden am 4. Januar die Facebook-Fanseiten der aktuellen Erst- und Zweitligisten der Handball-Bundesliga untersucht, wobei die Anzahl der Fans zum genannten Datum maßgebend für die Platzierung war.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Schöne Weihnachtsfeiertage und guten Rutsch

Der Überschrift ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, außer... Genießt ein paar tolle Feiertage mit Euren Familien und Freunden und kommt gut in ein sportliches Jahr 2014.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

DFB-Quartier: Extrawurst für die WM in Brasilien

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die DFB-Elf keines der von der FIFA vorgeschlagenen Hotels als Quartier für die WM 2014 in Betracht zieht, sondern viel lieber ein Camp nach eigenen Vorlieben beziehen möchte, was für viel Aufsehen in der Fußballwelt sorgte. Nicht unweit der Spielorte in der Vorrunde wird es die deutsche Nationalmannschaft somit ins viel diskutierte Campo Bahia verschlagen, circa 30 Kilometer nördlich von Porto Seguro.

WM-Vorrundenspiel der DFB-Elf 2010 gegen Serbien in Port Elizabeth


Campo Bahia als WM-Quartier 

Fraglich ist nur, ob das 15.000 Quadratmeter große Resort bis zum Beginn der Weltmeisterschaft fertiggestellt wird. Zwar sollten die Bauarbeiten bis im März abgeschlossen sein, allerdings lässt die Tatsache, dass laut Süddeutsche Zeitung bisher erst acht der 14 Villen fertiggestellt wurden, durchaus berechtigte Zweifel aufkommen.

Das Quartier selbst liegt an der Küste fernab jeglichen Trubels und kann ausschließlich mit der Fähre erreicht werden. Die nötige Ruhe zum Trainieren und Entspannen der Spieler sollte also gewährleistet sein. Trotz aller Abgeschiedenheit müssen unsere Fußballstars keine Reisestrapazen fürchten, da der nächste Flughafen lediglich 15 Kilometer vom Camp entfernt liegt. Und wirklich lange Reisen haben unsere Kicker dank der Spielorte Salvador, Recife und Fortaleza sowieso nicht. Glück gehabt!

Entscheidung auf Resort keine Kurzschlussreaktion 

Bereits während des Confederation Cups in diesem Jahr sollen sich Jogi Löw und Oliver Bierhoff über potenzielle Unterkünfte Gedanken gemacht haben. Sowohl ein Camp bei Sao Paulo als auch zwei weitere in der Nähe von Bahia sollen zur Auswahl gestanden haben. Die Zielregion stand also seit längerer Zeit fest. 

Dies bestätigten laut diversen nationalen Medien auch die Eigner vom Campo Bahia im Nordosten von Brasilien, mit denen verschiedene DFB-Funktionäre schon vor der WM-Auslosung Kontakt aufgenommen haben. Von unüberlegter Bauchentscheidung also auch hier keine Spur, auch wenn es innerhalb des Deutschen Fußball Bundes durchaus einige Gegner hinsichtlich des Bezugs des umstrittenen Camps gab. Durchsetzen konnten sich diese jedoch nicht.

Druck und Spott für das DFB-Team? 

Viele Brasilianer sind beeindruckt vom geplanten Weltmeisterschafts-Quartier der Deutschen. Andere und somit sicherlich die Mehrzahl der weltweiten Fußballbevölkerung, halten unsere Nation spätestens seit dem (Weiter-) Bau des Campo Bahia als überheblich und arrogant. Während England beispielsweise im turbulenten Rio de Janeiro nächtigen wird, zieht es die Niederländer gar an den Partystrand von Ipanema. Warum tanzen wir also aus der Reihe?

Dass wir Deutschen das einzige Land von 31 Gästen mit einer Extrawurst sind, grenzt schon an Peinlichkeit und erhöht zugleich den Druck auf unser Team, da wir uns bereits ohne den Rasen betreten zu haben, als etwas Besseres sehen und von der Norm abheben. Auch Hohn und Spott wären bei einem frühen Ausscheiden vorprogrammiert, da das isolierte Königreich keinerlei Verwendung mehr haben würde, zumindest nicht mehr bis zur Olympiade 2016.

Aber was das Thema Nachhaltigkeit betrifft, so scheint dieses generell keine große Bedeutung zu haben. Schade eigentlich, oder?

Freitag, 6. Dezember 2013

Gruppenauslosung zur WM 2014 in Brasilien

Am frühen Abend fand in Costa do Sauipe die Gruppenauslosung für die im kommenden Jahr stattfindende Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien statt. Für mich besonders interessant, da ich bereits seit geraumer Zeit über einige der heißbegehrten Tickets für die Gruppenspiele der DFB-Elf verfüge. So spielte für mich nicht nur die Attraktivität der Gegner eine große Rolle, sondern auch die Bekanntmachung der Spielorte.


Nach einer 45-minütigen Eröffnungszeremonie fand schließlich das eigentliche Event statt, mit dessen Ergebnis sowohl ich als auch meine zwei Mitreisenden und guten Freunde mehr als zufrieden sein können. So werden wir 2014 während unseres Aufenthaltes in Brasilien die Orte Salvador, Fortaleza und Recife bereisen, die allesamt an der Küste Brasiliens liegen, wodurch sich die Reisestrapazen während des Fußballturniers in Grenzen halten werden, zumindest was die Anzahl an Kilometern betrifft.

Auch die ausgelosten Gruppengegner der Vorrunde sind extrem ansehnlich und zaubern mir ein noch größeres Lächeln ins Gesicht. So kommt es unter anderem zum Duell der Boateng-Brüder und dem Trainerteam des WM-Teams von 2006, nämlich Jürgen Klinsmann und Jogi Löw. Außerdem werde ich zum zweiten Mal Cristiano Ronaldo vor die Linse bekommen, den ich bereits bei der WM 2010 in Südafrika im Spiel gegen Brasilien bewundern durfte und ich trotz aller Arroganz als fantastischen Fußballer schätze.

Hier vorab einige Daten zu unseren Gegnern bei der FIFA Weltmeisterschaft 2014:

Erstes Spiel gegen Portugal am 16. Juni um 13 Uhr in Salvador 
  • Stadion: Arena Fonte Nova (48.747 Zuschauer) 
  • Bekannteste Spieler: Cristiano Ronaldo (Real Madrid), Nani (Manchester United), João Moutinho (AS Monaco) 
  • FIFA-Weltrangliste: 5. Platz
    Zweites Spiel gegen Ghana am 21. Juni um 16 Uhr in Fortaleza 
    • Stadion: Castelão (64.846 Zuschauer) 
    • Bekannteste Spieler: Kevin-Prince Boateng (FC Schalke 04), Kwadwo Asamoah (Juventus Turin), Michael Essien (FC Chelsea) 
    • FIFA-Weltrangliste: 24. Platz
    Drittes Spiel gegen die USA am 26. Juni um 13 Uhr in Recife 
    • Stadion: Arena Pernambuco (42.849 Zuschauer) 
    • Bekannteste Spieler: Jozy Altidore (AFC Sunderland), Michael Bradley (AS Rom), Jermaine Jones (FC Schalke 04) 
    • FIFA-Weltrangliste: 14. Platz

    Dass die Vorfreude durch die heutige Gruppenauslosung um ein Vielfaches gestiegen ist, erklärt sich von selbst. Mit der Bestimmung der Spielorte können nun auch erste Planungen für den Trip nach Südamerika begonnen werden, gerne natürlich auch im Austausch mit weiteren Fans, die im kommenden Jahr ebenfalls den Weg an den Zuckerhut antreten werden.

    Mittwoch, 27. November 2013

    Sebastian Vettel auf Rekordjagd

    Als der 19-jährige Sebastian Vettel am 17. Juni 2007 als jüngster Formel-1-Fahrer aller Zeiten einen WM-Punkt holte, ahnte niemand, wohin die Rekordjagd noch gehen würde. Sechs Jahre später ist der Red-Bull-Pilot auf dem besten Weg, der erfolgreichste Formel-1-Fahrer aller Zeiten zu werden. Jüngster Grand-Prix-Sieger, jüngster Weltmeister, die meisten Führungsrunden in einer Saison, die meisten Poles in einer Saison, die meisten Punkte in einer Saison. Ganz zu schweigen von seinen vier Titeln in Folge, welchen ihn mit gerade einmal 26 Jahren auf eine Stufe mit Legenden wie Michael Schumacher und Juan Manuel Fangio stellen.

    Den diesjährigen Titel hat sich Vettel dabei schon vorzeitig gesichert, und zwar beim Großen Preis von Indien. Nachdem der frischgebackene Weltmeister auch in Abu Dhabi und den USA triumphierte, fährt Vettel im letzten Grand Prix des Jahres nicht mehr gegen die Konkurrenz, sondern nur noch gegen die „ewigen“ Rekorde von Titelträgern wie Schumacher, Ayrton Senna und Alain Prost.

    Die meisten Siege in Folge

    13 Grand-Prix-Siege in einer Saison, davon sieben hintereinander – als Michael Schumacher vor neun Jahren diese Rekorde aufstellte, hätten die meisten Experten geschworen, sie würden für die Ewigkeit Bestand haben. Mit seinem achten Sieg in Folge hat Sebastian Vettel beim Großen Preis der USA jetzt eine der zwei Bestmarken übertrumpft. Liefert er am letzten Rennwochenende in Brasilien eine ähnliche Leistung ab, könnte er mit seiner 13. Top-Platzierung in diesem Jahr auch den zweiten Schumacher-Rekord von 2004 einstellen.

    Zudem hat Vettel in dieser Saison die Chance, eigene Bestleistungen zu überbieten. Mit 392 Punkten und 122 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Jenson Button deklassierte der Renault-Pilot bei seinem Titelgewinn vor zwei Jahren die Konkurrenz in nie dagewesener Art und Weise. Vor dem letzten Rennen dieser Saison besitzt der Heppenheimer bei einem Punktestand von 372 schon wieder 145 Zähler Vorsprung auf seinen Verfolger Fernando Alonso. Wie es scheint, kann einzig der Reifenhersteller Pirelli den neuen Punkterekord Vettels noch verhindern.

    Harte Reifenmischung hilft Vettel

    Das Rennen in Austin entschied Sebastian Vettel klar für sich, und zwar (boxenstoppbereinigt) mit einer durchgängigen Führung. Nicht zuletzt die konservative Reifenwahl von Pirelli („medium“ und „hart“) sorgte dafür, dass der vierfache Weltmeister die 56 Runden mit nur einem Stopp durchfahren konnte. Denn die abriebfesten Medium- und Hart-Reifen ermöglichen stabile Rundenzeiten – ein Effekt, der schnellen Fahrzeugen wie dem Red-Bull-Renault entgegenkommt und den „langsameren“ Konkurrenten nur wenige Möglichkeiten für alternative taktische Strategien lässt.

    Im Vergleich der verschiedenen Reifenmodelle von Pirelli spiegelt sich daher auch der Verlauf der diesjährigen Reifendebatte wieder: Nachdem durch ständige Beschwerden der Rennställe über die stark verschleißenden weichen Slicks zu Saisonbeginn der eigentliche WM-Kampf beinahe ins Hintertreffen geriet, hat sich mit den abriebfesteren Modellen die öffentliche Diskussion inzwischen beruhigt.

    Der Grand Prix in Brasilien allerdings stellt erfahrungsgemäß wesentlich höhere Anforderungen an die Bereifung als der texanische Rundkurs von Austin. Auch wenn Pirelli für das Saisonfinale erneut die Modelle „medium“ und „hart“ verordnet, dürfen die Fans auf mehr Spannung und Rennaction als in den USA hoffen. Die Weltmeisterfeier am Ende des Rennens allerdings wird uneingeschränkt Sebastian Vettel vorbehalten sein – ganz gleich, ob es erneute Rekorde zu vermelden gibt oder nicht.